MACHERIN MIT TEAMGEIST

Den Berner Dialakt habe ich aus Burgdorf, wo ich als Tochter von meinen Eltern Hans und Beatrice mit meinem Bruder Christof aufwuchs. Nach der Matura zog es mich nach England und Spanien, wo ich neue Kulturen und Sprachen aufsog. Zurück in der Schweiz studierte ich zunächst Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaften, wechselte dann in die Soziale Arbeit und erwarb später einen Master in Kulturmanagement an der Uni Basel. 

Politisch prägten meine frühen Jahre vor allem zwei Ereignisse:

Der 26. April 1986, die Katastrophe von Tschernobyl, war der schwärzeste Tag meiner Jugend. Sie prägte mein ökologisches Bewusstsein  langfristig– ein Grund, warum ich nie Autofahren gelernt habe und mich für Umwelt, Natur und nukleare Sicherheit einsetze. Auch der 3. März 1993 war ein Weckruf: Die Nichtwahl von Christiane Brunner zur Bundesrätin zeigte mir deutlich, wie viel in Sachen Gleichberechtigung noch zu tun ist.

2001 zog ich mit meiner Familie nach Basel, seit 2018 lebe  ich in Waldenburg. Unser Sohn ist unterdessen erwachsen geworden und lebt in Basel. Ich lebe in einer festen Partnerschaft.

Beruflich war ich Abteilungsleiterin bei Caritas Bern. 2009 wechselte ich in die Gemeinde Pratteln, wo ich als Abteilungsleiterin Bildung, Freizeit und Kultur und Mitglied der Geschäftsleitung tätig bin. 

In diesen Funktionen koordiniere ich alle Bildungsfragen für den Gemeinderat und  bin für die Bildungseinrichtungen Bibliothek und Ludothek zuständig. Aktuell begleite ich den Neubau Bibliothek-Ludothek von der Nutzendenseite her. Auch verantworte ich die Bereiche Quartierarbeit,  Familienergänzende Betreuung, Kindheit und Familie, Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und Kulturförderung.

In dieser dynamischen Gemeinde konnte ich verschiedene neue Bereiche aufbauen und lernte, demokratische Prozesse zu gestalten - in Zusammenarbeit mit allen Akteurinnen und Akteuren – von der Einwohnerin mit einer Idee bis zum Gemeinderat respektive Einwohnerrat mit Entscheidkompetenz. Mein Ziel ist es, bedarfsgerechte, partizipativ erarbeitete und nachhaltige Lösungen zu schaffen, die auch den kommenden Generationen gerecht werden. 


Vor der Modeshow unserer neuen Secondhand-Boutique in der "Alte Wacht".
Vor der Modeshow unserer neuen Secondhand-Boutique in der "Alte Wacht".

BEHERZT UMSETZEN UND DER VISION FOLGEN

Gelernt habe ich: Ergebnisse und Veränderungen fallen nicht vom Himmel. Die Ankündigung einer Idee, einer Vision, ist noch fast der einfachste Schritt. Schwieriger ist es, ein langfristig gesetztes Ziel wirklich zu erreichen. Es tönt nicht aufregend, aber der Weg vom Erfolg ist meist: Schritt für Schritt, und vor allem dranbleiben. Durchziehen, holprige Phasen durchhalten, weitermachen, bis zum Ziel. Das ist mein Ding.

Was mir am meisten liegt: herausfordernde Situationen. Dann analysiere ich, finde eine Strategie und Verbündete, und gemeinsam packen wir an, pragmatisch und wenns nötig ist auch kreativ. So machts Freude, so stellen sich Erfolge ein.

Als Macherin habe ich ein Leben lang angepackt, wenn es mir nötig schien.  So gründete ich als junge Frau mit Freundinnen und Freunden das «Frauen-Nachttaxi», damit Frauen nachts sicher nach Hause kamen. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine  organisierte ich mit vielen Engagierten in Waldenburg ein Benefiz, um Hilfe zu leisten und ein Zeichen für den Frieden zu setzen. In Waldenburg haben wir das Lädeli & Kaffi Alte Wacht gegründet - heute Chez Justine. Ein Treffpunkt mit Secondhand-Boutique, betrieben in Freiwilligenarbeit mit Unterstützung von rund 50 PersonenWeil ich der Meinung bin, dass alle Zugang zu spannenden Bildungsinhalten und inspirierender Kultur haben sollen, setze ich mich seit 2023 als Vizepräsidentin in der Volkshochschule beider Basel und im Vorstand Theaterfestival Basel ein. Auch habe ich die IG Lebendige Traditionen mitinitiiert, damit unser Brauchtum und unsere vielfältigen Traditionen auch in Zukunft Freude bringen und unseren Zusammenhalt stärken.


Mit dem Vorstand der IG lebendige Traditionen setze ich mich für die kulturelle Entwicklung unseres Kantons ein.
Mit dem Vorstand der IG lebendige Traditionen setze ich mich für die kulturelle Entwicklung unseres Kantons ein.

 Ja, ich habe trotzdem  noch Freizeit. Die verbringe ich gerne in der Natur oder mit Yoga, Meditation und Lesen. Meine Familie gibt mir Rückhalt und Inspiration - und Devi, die Katze erinnert mich immer wieder daran, wie leicht und beschwingt das Leben sein kann!

Dafür und für die vielen Begegnungen mit Menschen, die mit mir zusammen Positives bewegen und bewirken wollen, bin ich dankbar.